Augenforschung / Trockenes Auge / 2026
Forschung zum trockenen Auge 2026: 26 Studien zu Behandlung, Beschwerden und Diagnostik
Behandlungsstudien, Beschwerdemuster und Diagnosetests prägen die bisher im Jahr 2026 veröffentlichte Forschung zum trockenen Auge.
Das Jahr 2026 bisher
Die folgenden Behandlungsstudien erzählen je nach Messgröße unterschiedliche Geschichten. Manche Tropfen besserten sowohl die Beschwerden als auch die Anzeichen einer Schädigung der Augenoberfläche. Andere Maßnahmen veränderten einen Messwert des Tränenfilms, ohne die Beschwerden stärker zu lindern als die Vergleichsbehandlung.
Drei Themen fallen auf:
- Beschwerden und Untersuchungsbefunde stimmen oft nicht überein. Man kann sich schlechter fühlen, obwohl sich ein Testergebnis kaum verändert, und umgekehrt.
- Große Studien können Zusammenhänge mit dem trockenen Auge aufzeigen. Beobachtungsergebnisse können aber nicht belegen, dass eine Gewohnheit oder ein Nährstoff die Ursache ist.
- Neue Diagnoseverfahren sind vielversprechend, auch wenn einige erst noch in Praxen und Kliniken außerhalb ihrer Entwicklungsstudien erprobt werden müssen.
In diesen Zusammenfassungen bezeichnet Hornhautanfärbung die Aufnahme eines Farbstoffs, die Oberflächenschäden bei der Augenuntersuchung sichtbar macht. Die Tränenfilmaufreißzeit gibt an, wie schnell der Tränenfilm zwischen zwei Lidschlägen instabil wird. Jede verlinkte Überschrift führt zu einem PubMed-Eintrag, einem Verlagsartikel oder einer DOI-Seite der Studie (jeweils auf Englisch).
Was die Forschung bisher zeigt
Die aussagekräftigsten Behandlungsstudien berichteten über Vorteile bei bestimmten Befunden, bei Beschwerden oder bei beidem, jeweils für den untersuchten Zeitraum. Die Studien zu den Beschwerden zeigen, warum diese Ergebnisse getrennt betrachtet werden sollten. Die diagnostische Forschung erprobt Wege, das trockene Auge effizienter zu messen, während die Studien zu Risikofaktoren Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen liefern.
Behandlung und Versorgung
Diese randomisierten Studien prüften bestimmte Rezepturen und Patientengruppen über festgelegte Nachbeobachtungszeiten. Die Ergebnisse fielen bei Beschwerdewerten und Augenuntersuchungen teilweise unterschiedlich aus.
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Acoltremon in zwei zulassungsrelevanten Phase-3-Studien
In zwei verblindeten Studien erhielten 465 und 466 Erwachsene 90 Tage lang Acoltremon oder wirkstofffreie Tropfen. An Tag 14 hatte sich ein Test der Tränenproduktion bei 42,6 % gegenüber 8,2 % (COMET-2) und bei 53,2 % gegenüber 14,4 % (COMET-3) um mindestens 10 mm verbessert. Bei den Beschwerden schnitt Acoltremon in beiden Studien besser ab, das vorab festgelegte Beschwerdeergebnis war jedoch nur in einer statistisch signifikant. Aufgenommen wurden Patienten mit bestimmten Befunden und Beschwerden, die Nachbeobachtung dauerte drei Monate.
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Lifitegrast-Tropfen in einer Phase-3-Studie
In einer multizentrischen Studie wendeten 615 Erwachsene mit mittelschwerem bis schwerem trockenem Auge 84 Tage lang Lifitegrast oder Vergleichstropfen ohne den Wirkstoff an. Lifitegrast verbesserte den vorab festgelegten Wert der Hornhautanfärbung und mehrere Beschwerdewerte stärker als die Vergleichstropfen. Die Nachbeobachtung dauerte 12 Wochen, und unter den Autoren waren Mitarbeiter des Sponsors.
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OT202-Tropfen in einer Phase-2-Studie
Eine multizentrische, verblindete Studie verglich über acht Wochen zwei Konzentrationen von OT202 mit dem Vehikel. Die Tropfen mit 1 % verbesserten den primären Wert der Hornhautanfärbung um 0,82 Punkte stärker als das Vehikel und schnitten auch in einem Beschwerdefragebogen besser ab. Die Tropfen mit 0,5 % zeigten keinen klaren Nutzen. Dieses Ergebnis einer kurzen Phase-2-Studie muss in einer größeren Studie bestätigt werden.
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Dosisfindung für SJP-0132: primärer Endpunkt verfehlt
In einer eigenen japanischen Studie erhielten 344 Patienten vier Wochen lang eine von drei Konzentrationen von SJP-0132 oder ein Placebo. Keine der Dosierungen verbesserte den vorab festgelegten Wert der Hornhautanfärbung signifikant. Einige andere Befunde und Beschwerden sprachen für die Behandlung, doch solche sekundären Signale können das negative Hauptergebnis nicht aufwiegen. Diese Studie untersuchte eine andere Patientengruppe als die folgende Phase-3-Studie.
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Motugivatrep-Tropfen in einer Phase-3-Studie
Forscher teilten 535 Patienten in Japan für acht Wochen Motugivatrep oder ein Placebo zu. In Woche vier verbesserte das Medikament einen Wert zur Lebensqualität bei trockenem Auge um 2,4 Punkte stärker als das Placebo und erreichte damit den primären statistischen Endpunkt der Studie (p=0,043). Wie bedeutsam dieser Unterschied klinisch ist, bleibt unklar; in Woche acht war der Vorteil nicht mehr statistisch signifikant, und bei Tränenfilmaufreißzeit und Hornhautanfärbung unterschieden sich die Ergebnisse nicht eindeutig.
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Reproxalap: Sicherheit über längere Zeit
Eine randomisierte Sicherheitsstudie behandelte 757 Personen in Kohorten über sechs Wochen und über 12 Monate; 111 Personen mit Reproxalap und 72 mit Vergleichstropfen schlossen die einjährigen Studienarme ab. Behandlungsbedingte schwerwiegende Ereignisse am Auge wurden nicht berichtet, allerdings brachen mehr Teilnehmer Reproxalap wegen unerwünschter Ereignisse ab (11,1 % gegenüber 2,8 %). Ob das Medikament die Beschwerden bessert, kann die Studie nicht klären.
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SHJ002, ein Anti-microRNA-Tropfen in der Erprobung
In einer doppelblinden Phase-2-Studie mit 85 Personen verbesserte SHJ002 über 12 Wochen die gesamte Hornhautanfärbung und eine Beschwerdeskala stärker als Vergleichstropfen. Ein gesonderter Wert für Augentrockenheit erreichte keine statistische Signifikanz. Das frühe Ergebnis muss in einer größeren Studie bestätigt werden.
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Zwei Rezepturen von Tränenersatzmitteln mit Hyaluronsäure
Eine randomisierte Studie mit 292 Personen verglich über 12 Wochen dünnflüssigere und zähflüssigere Tropfen mit 0,3 % Hyaluronsäure. Die dünnflüssigeren Tropfen schnitten bei der Hornhautanfärbung innerhalb der vorab festgelegten Spanne mindestens ebenso gut ab und führten nach der Anwendung seltener zu vorübergehend verschwommenem Sehen. Andere Wirksamkeitsmaße zeigten keine bessere Kontrolle des trockenen Auges.
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Ciclosporin über drei Jahre
Forscher behandelten zunächst 336 Patienten mit schwerer Keratitis und trockenem Auge ein Jahr lang mit Ciclosporin. Anschließend teilten sie 245 Patienten, deren Anfärbung sich gebessert hatte, per Zufall der Fortsetzung der Behandlung oder dem Wechsel zu Vergleichstropfen zu. Komplikationen an der Augenoberfläche waren in beiden Gruppen bis zum dritten Jahr selten. Das unkontrollierte erste Jahr und die Auswahl von Patienten, die angesprochen hatten, schränken die Aussagekraft zum langfristigen Nutzen für alle Patienten ein.
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Low-Level-Licht zusätzlich zu intensiv gepulstem Licht
In einer scheinbehandlungskontrollierten Studie mit 58 Personen mit Meibom-Drüsen-Dysfunktion, also Störungen der Talgdrüsen im Lid, erhielten beide Gruppen intensiv gepulstes Licht; eine Gruppe bekam zusätzlich eine aktive Low-Level-Lichttherapie. Die Zusatzbehandlung verbesserte nach 24 Wochen die Lipidschicht des Tränenfilms. Beschwerden, Tränenfilmstabilität und Anfärbung besserten sich jedoch nicht stärker als mit intensiv gepulstem Licht allein.
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Ausdrücken der Meibom-Drüsen plus Lidhygiene
64 Patienten wurden per Zufall entweder nur täglicher Lidhygiene oder Lidhygiene plus Ausdrücken der Drüsen alle zwei Wochen zugeteilt; 62 wurden ausgewertet. Die Bildgebung deutete darauf hin, dass sich die sichtbare Drüsenfläche mit dem Ausdrücken nach vier Wochen schneller besserte. In den Wochen acht bis 12 unterschieden sich die Gruppen bei diesem primären Messwert aber nicht. Eine dauerhafte Regeneration der Drüsen kann diese kurze Studie nicht belegen.
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Punctum Plugs bei anhaltend trockenem Auge
In einer 24-wöchigen Studie erhielten 66 Patienten mit anhaltend trockenem Auge entweder Plugs in den oberen und unteren Tränenpünktchen beider Augen oder einen Scheineingriff. Beschwerden und Hornhautanfärbung besserten sich mit Plugs stärker, doch bei rund 39 % der behandelten Patienten löste sich ein Plug, und 33 % berichteten über Hautreizungen. Die kleine Studie, in der nur die Patienten verblindet waren, prüfte ein intensives Vorgehen in einer ausgewählten Gruppe.
Beschwerden und Krankheitsverlauf
Wie sich ein trockenes Auge anfühlt, entspricht nicht immer dem, was die Augenuntersuchung zeigt. Diese Studien gehen dieser Lücke nach und untersuchen, wie sich Befunde im Lauf der Zeit verändern können.
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DREAM: wenn Beschwerden und klinische Befunde auseinandergehen
Eine Sekundäranalyse begleitete 535 Personen aus einer Studie zum trockenen Auge. Nach einer der Definitionen passten bei 77 % die Schwere der Beschwerden und die Untersuchungsbefunde zu Studienbeginn nicht zusammen; bei 46 % entwickelten sich Beschwerden und Befunde zwischen Monat drei und Monat 12 unterschiedlich. Außerhalb dieser ausgewählten Gruppe mit mittelschwerem bis schwerem trockenem Auge können die Anteile anders ausfallen.
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SICCA: Welche Beschwerden passen zu den Messbefunden?
Bei 3.514 Erwachsenen aus einem Register mit Schwerpunkt Sjögren-Syndrom hingen die häufige Anwendung von Tränenersatzmitteln und verschwommenes Sehen enger mit gemessenen Auffälligkeiten der Augenoberfläche zusammen als Schmerzbeschreibungen. Dieser Vergleich macht keine einzelne Beschwerde zu einem Diagnosetest, und die Registerpopulation steht möglicherweise nicht für alle Menschen mit trockenem Auge.
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SICCA: zwei bis drei Jahre Nachbeobachtung
Unter 427 Personen mit nachgewiesener Trockenheit der Augenoberfläche verschlechterten sich Anfärbung, Tränenfilmaufreißzeit und Tränenproduktion bei Menschen mit Sjögren-Syndrom stärker als bei Menschen ohne diese Erkrankung. Die berichteten Veränderungen der Beschwerden unterschieden sich nicht signifikant. Diese und die vorherige SICCA-Studie stützen sich auf dasselbe Register und bestätigen einander daher nicht unabhängig.
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Beeinflusst die Tageszeit die Messwerte beim trockenen Auge?
In einer norwegischen Klinikkohorte mit 1.044 Patienten waren die Beschwerden häufig morgens oder abends stärker, während die gemessenen Tränenfilmbefunde kein klinisch bedeutsames Tagesmuster zeigten. Die Querschnittsstudie stützte sich auf erinnerte Beschwerden und konnte nicht jede Veränderung in der täglichen Umgebung der Patienten berücksichtigen.
Erkennen und Messen
Screening-Studien können Befunde bei Menschen aufdecken, die nicht über starke Beschwerden berichten. Neue Tests und Fragebögen können nützliche Informationen ergänzen, doch die Leistung in einer Entwicklungsstudie ist nur ein erster Schritt.
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Befunde an der Augenoberfläche vor einer Kataraktoperation
An 12 Zentren wurde bei 1.482 Kandidaten für eine Kataraktoperation ohne frühere Diagnose eines trockenen Auges die Augenoberfläche untersucht. Eine kurze Tränenfilmaufreißzeit fand sich bei 67,6 % und eine Meibom-Drüsen-Dysfunktion bei 66,9 %, während etwa ein Fünftel über starke Beschwerden berichtete. Ein auffälliger Test allein bedeutet nicht, dass jede dieser Personen an einem trockenen Auge erkrankt war.
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TeaRx, ein Tränentest mit fünf Biomarkern
Eine Studie an einem einzelnen Zentrum prüfte den Test bei 593 Personen, darunter 495 mit trockenem Auge. Das gewählte Modell erkannte rund 72 % der Personen mit trockenem Auge richtig und stufte rund 63 % der gesunden Kontrollpersonen richtig als unauffällig ein. Das Modell wurde in derselben Studienpopulation ausgewählt und bewertet; mehrere Autoren arbeiteten für den Entwickler des Tests, und eine unabhängige Validierung steht noch aus.
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MMP-9 in der Tränenflüssigkeit als diagnostischer Marker
Forscher verglichen an drei Zentren Diagnosemodelle bei 580 Personen mit und ohne trockenes Auge. Die Klassifikation verbesserte sich, wenn der Entzündungsmarker MMP-9 zu den üblichen Beschwerde- und Untersuchungswerten hinzukam. Ein kürzeres Modell aus Beschwerden, dem Schirmer-Test der Tränenproduktion und MMP-9 schnitt ebenfalls gut ab, wenn jeweils ein Zentrum zur Überprüfung zurückgehalten wurde. Die zugrunde liegende Studie wurde vom Hersteller des Tests finanziert, und die Modelle müssen in der Regelversorgung erprobt werden.
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Der DEAL-Fragebogen zum Alltag
Anhand der Antworten von 312 Patienten verfeinerten Forscher einen Fragebogen zum trockenen Auge auf 15 Fragen zu Alltagsaktivitäten, Stimmung und Schlaf, Linderung durch Augentropfen und Handhabung. Er könnte Erfahrungen erfassen, die bestehenden Fragebögen entgehen. Die Validierung ist vorläufig, und die Studie hat nicht geklärt, wie gut das Instrument Veränderungen nach einer Behandlung erkennt.
Mögliche Risikofaktoren
Diese Beobachtungsstudien untersuchen Muster in der Bevölkerung und in ausgewählten Patientengruppen, darunter Bildschirmnutzung, Vitamin-D-Status, Bewegung und Diabetes. Sie können nicht belegen, dass sich ein trockenes Auge verhindern oder behandeln ließe, wenn man einen dieser Faktoren verändert.
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Bildschirmnutzung in einer einjährigen Pekinger Kohorte
Forscher untersuchten 1.040 Erwachsene zweimal im Abstand von einem Jahr und teilten sie nach ihrer Bildschirmnutzung in Gruppen ein. In den Gruppen mit höherer Nutzung kam das trockene Auge bei beiden Untersuchungen häufiger vor. Die Studie berichtete über eine Neuerkrankungsrate von 9,27 % in einem Jahr, wobei Augen die Auswertungseinheit waren. Die Bildschirmnutzung wurde nicht per Zufall zugeteilt; die Studie kann daher nicht zeigen, dass weniger Bildschirmzeit der Erkrankung vorbeugt.
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Vitamin-D-Mangel in Gesundheitsakten
Eine große Auswertung elektronischer Patientenakten aus den USA mit passend ausgewählten Vergleichspersonen fand bei Menschen mit dokumentiertem Vitamin-D-Mangel mehr neu kodierte Diagnosen eines trockenen Auges als bei den Kontrollpersonen (3,3 % gegenüber 2,7 %). Diagnosecodes und Unterschiede, die die Forscher nicht messen konnten, schränken das Ergebnis ein. Die Studie zeigt nicht, dass Vitamin-D-Präparate ein trockenes Auge verhindern oder behandeln.
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Körperliche Aktivität, gemessen per Beschleunigungssensor
Nach einer Woche Aktivitätsmessung beobachteten Forscher 84.065 Teilnehmer der UK Biobank weiter; 726 erfüllten die Studiendefinition des trockenen Auges. Wer pro Woche mindestens 150 Minuten mäßige bis intensive Aktivität erreichte, hatte ein geringeres beobachtetes Risiko als weniger aktive Menschen, gleichgültig, ob sich die Aktivität über die Woche verteilte oder auf ein bis zwei Tage konzentrierte. Bei Männern war das Ergebnis der Untergruppe statistisch nicht signifikant, und der Zusammenhang insgesamt beweist nicht, dass Bewegung einem trockenen Auge vorbeugt.
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Sitzzeit und Neuerkrankungen am trockenen Auge
Eine weitere Auswertung der UK Biobank begleitete 374.398 Personen und erfasste 452 neue, selbst berichtete Fälle von trockenem Auge. Ein scheinbarer Zusammenhang mit der Sitzzeit verschwand, nachdem andere Faktoren berücksichtigt worden waren. Die selbst berichtete Zielgröße und die vergleichsweise wenigen Fälle begrenzen, wie eindeutig sich dieses Ergebnis deuten lässt. Diese Studie und die vorherige Aktivitätsstudie nutzen dieselbe Forschungsressource und sollten daher nicht als unabhängige Bestätigungen gelten.
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Trockenes Auge in einer Pekinger Bevölkerungskohorte
Forscher zogen eine Stichprobe von Erwachsenen aus 15 Pekinger Wohnvierteln und werteten 1.091 Ausgangsuntersuchungen aus. Nach einer Definition, die Beschwerden und eine kurze Tränenfilmaufreißzeit voraussetzte, lag die alters- und geschlechtsstandardisierte Häufigkeit des trockenen Auges bei 27,0 %. Dies ist die Ausgangsuntersuchung der ADEC-Kohorte, auf der die oben genannte Nachbeobachtung zur Bildschirmnutzung beruht, und keine zweite, unabhängige Population. Die Schätzung hängt außerdem von der gewählten Definition und der städtischen Stichprobe ab.
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Hornhautnerven bei Kindern mit Typ-1-Diabetes
Eine Klinikstudie verglich Aufnahmen der Hornhautnerven von 50 Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes, gruppiert danach, ob ein trockenes Auge vorlag. Bei trockenem Auge waren Dichte und Länge der Nervenfasern geringer, und es gab weniger Nervenverzweigungen. Die ausgewählte Stichprobe war klein, und dieser Querschnittsvergleich kann nicht zeigen, ob die Nervenveränderungen dem trockenen Auge vorausgingen oder ob die Befunde auch für Kinder ohne Diabetes gelten.